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Verlustbegrenzung heißt Überleben sichern

Verlustbegrenzung heißt Überleben sichern

Die Psychologie spielt im Forex-Trading eine bedeutende Rolle: Gerade Anfänger begehen oft teure Fehler, die sich vermeiden ließen. Typisch ist dabei ein Verhalten, bei dem profitable Trades zu früh aufgelöst werden, weil die Angst, bereits erzielte Gewinne wieder zu verlieren, größer ist, als der Wunsch, in einem aussichtsreichen Markt weitere Profite zu machen. Verluste hingegen werden oft zu spät – und damit zu groß – realisiert. Erfolgreiche Trader aber agieren genau umgekehrt: Sie kehren Verlust-Trades schnell den Rücken und halten an profitablen Positionen lange fest. Wer im Forex-Markt dauerhaft erfolgreich sein will, muss effektives Risiko- und Moneymanagement betreiben.

Die Verluste, die mit einem Trade erzielt werden, sollten unbedingt schon bei der Eröffnung einer jeden Position feststehen. Anleger können ihre Verlusttoleranz dabei ganz einfach über ein Stopp-Loss definieren. Dieses wird mit der Oder abgeschickt und führt zu einer sofortigen Glattstellung der Position, wenn ein definiertes Kursniveau unterhalb des Einstandskurses erreicht wird. Stopp-Loss-Kurse können bei Long- wie auch bei Short-Positionen gesetzt werden. Sie verstehen sich als die Lebensversicherung eines Traders, der mit einem großen Finanzhebel arbeitet. Stopp-Loss-Level sollten auf sinnvollen Kursniveaus gesetzt werden und keinesfalls Verluste zulassen, die den Kontostand massiv verringern. Dabei gilt es die Positionsgröße zu berücksichtigen. Achtung: Keinesfalls sollten SICH Forex-Trader von volatilen Märkten dazu hinreißen lassen, ihre Verlusttoleranz auszuweiten.

Kein Trade darf zu einem Verlust führen, der über fünf Prozent des Kontovolumens hinausgeht. Dieser Wert ist dabei schon sehr offensiv gewählt. Wer einen 10.000-Euro-Account unterhält, muss also seine Positionsgröße derart bestimmen, dass bei Auslösen des Stopps nicht mehr als 500 Euro verloren gehen. Der Abstand des Exit-Levels vom Einstandskurs wird in der Regel in Pips gemessen. Anleger müssen dabei unbedingt die Geld-Brief-Spanne berücksichtigen. Wird eine Longposition eröffnet, erfolgt dies zum höheren (Brief-)Kurs, während die erste Bewertung zum niedrigeren (Geld-)Kurs erfolgt. Direkt nach dem Einstieg in den Markt befindet sich der Trade somit bereits geringfügig in der Verlustzone.

Ein weiteres sehr effektives Mittel zur Risikokontrolle in Trades, die profitabel verlaufen, sind Trailing-Stopps. Bei diesen Instrumenten handelt es sich um dynamische Stopp-Loss-Level, die dem Marktkurs in einem vom Trader definierten prozentualen Abstand folgen. Steigt der Kurs an, steigt auch das Trailing-Stopp-Level an. Folglich werden bereits erzielte Gewinne dadurch abgesichert, dass bei einem Rücksetzer der Kurse nahe am Hoch der Ausstieg erfolgt. Trailing-Stopps machen es bedeutend leichter, in profitablen Trades investiert zu bleiben.