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Forex-Strategie III: News-Trading

Forex-Strategie III: News-Trading

Der Forex-Markt wird immer wieder von bestimmten Ereignissen bewegt. Ankündigungen der Notenbanken hinsichtlich geldpolitischer Entscheidungen beispielsweise führen häufig zu großen Impulsen. Kündigt der Chef einer wichtigen Notenbank eine deutliche Leitzinssenkung an, führt dies in der Regel zu einer Abwertung der betroffenen Währung gegenüber anderen Währungen. Auch Äußerungen hinsichtlich der Inflationsziele der Notenbank oder zu einer Ausweitung der Geldmenge schlagen sich binnen Sekunden in den Notierungen nieder. Die Termine, an denen wichtige Informationen von Zentralbanken oder anderen relevanten Institutionen veröffentlicht werden, sind bekannt: Forex-Trader können über ihre Plattform durch einen integrierten Event-Kalender ersehen, wann Pressekonferenzen, EZB-Sitzungen etc. stattfinden. Wer glaubt, besser als die anderen Marktteilnehmer zu wissen, was genau die Informationen, die publiziert werden, besagen, kann sich entsprechend positionieren. Aber auch, wer keine Vorstellung von den Inhalten eines Events hat, kann allein an dessen Stattfinden profitieren. Wenn an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit ein Termin abgehalten wird, kann in dessen unmittelbaren zeitlichen Umfeld eine Doppel-Order platziert werden: Kurz unterhalb des Marktkurses wird eine Limit-Order für eine Short-Position gesetzt, kurz oberhalb des aktuellen Kurses wird analog eine Limit-Order für eine Long-Position platziert. Die Idee hinter dieser Vorgehensweise: Wenn die Kurse sich infolge des Events bewegen, dann tun sie es deutlich. Fallen die Kurse beispielsweise stark, kann durch die Limitorder schon zu Beginn des durch das Event ausgelösten Impulses daran partizipiert werden. Bei steigenden Notierungen verhält es sich ebenso. Von einer deutlichen Kursbewegung wird also ein erhebliches Stück mitgenommen.

Frei von Risiken ist eine solche Vorgehensweise selbstredend nicht. Die Kurse können im schlimmsten Fall kurz anziehen und dann deutlich nachgeben. Dann wird die Long-Position eröffnet und dreht schnell in die Verlustzone. Bis zur Eröffnung der Short-Position werden dann  - wenn nicht schon früher der Ausstieg erfolgt – Verluste erzielt. Die Short-Position als Äquivalent löst die Long-Position dann aber auf. Der maximale Verlust bei einem News-Trading-Versuch beläuft sich demnach auf die Spanne, die zwischen den beiden Limit-Orders liegt.