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Forex-Strategie II: Ausbruchstrategien

Forex-Strategie II: Ausbruchstrategien

Ausbruchstrategien gehören zu den bekanntesten Ansätzen im Forex-Markt. Sie werden allerdings sehr häufig nicht allein auf der Basis von Computer-Modellen und quantitativen Indikatoren umgesetzt. Vielmehr analysiert der Trader selbst die Forex-Charts und macht sich ein Bild darüber, wo interessante Marktkonstellationen vorherrschen, die den Einstieg attraktiv machen. Das Ziel von Ausbruchstrategien ist es, wichtige charttechnische Ereignisse mit relevantem Prognose-Wert zu identifizieren und dadurch die Wahrscheinlichkeit eines profitablen Trades zu erhöhen. Zu den charttechnischen Ereignissen können Durchbrüche durch wichtige Widerstände und Unterstützungen ebenso zählen wie Kopf-Schulter-Formationen, Flaggen oder Dreiecke. Der Zeithorizont, über den sich Ausbruchstrategien erstrecken, kann sowohl über wenige Minuten als auch über Wochen hinweg laufen. Dadurch sind Ausbruchstrategien sowohl für Daytrader als auch für vergleichsweise langfristig orientierte Investoren geeignet. Der Erfolg, der mit dem Ansatz erzielt werden kann, richtet sich nach der Qualität der charttechnischen Signale, die der Trader für seine Aktivitäten nutzt. Es ist daher sinnvoll, so viele Währungspaare wie möglich zu beobachten und dadurch stets über eine Auswahl aus mehreren interessanten Konstellationen zu verfügen.

Moderne Forex-Software unterstützt maßgeblich bei der Suche nach signifikanten Chartformationen. Insbesondere Widerstände und Unterstützungen lassen sich automatisch in den Chart einzeichnen. Komplexere Formationen, wie Kopf-Schulter-Formationen, lassen sich jedoch noch immer nicht zuverlässig durch die Software erkennen, so dass Recherche-Arbeit für den Trader unerlässlich ist. Charting erfordert einige Übung, wenn eine adäquate Trefferquote erzielt werden soll. Dennoch sind Ausbruchstrategien auch für Neulinge, die nur über begrenzte Kenntnisse um Technische Analysen verfügen, geeignet: Immer wieder finden sich auch sehr einfach zu erkennende Konstellationen, die Erfolg versprechen. Zu den einfachsten Situationen gehört ein Allzeit-Hoch im Forex-Markt: Überschreitet der Kurs sein historisch höchstes Niveau, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiterer, deutlicher Impuls nach oben folgt sehr hoch. Das Allzeithoch kann als außergewöhnlich wichtiger Widerstand bezeichnet werden. Wer über einen Forex-Broker tradet, der viele Währungspaare anbietet, kann systematisch nach Kursständen suchen, die nahe an historischen Hochs liegen. Mit einer Limit-Order, die etwas oberhalb des Hochs platziert wird, kann dann bei tatsächlichem Überschreiten in den Markt eingestiegen werden. Die praktisch unendliche Liquidität am Forex-Markt bietet bei dieser Konstellation einen wichtigen Vorteil: Nur durch sie ist es möglich, auch bei einem sehr starken Impuls exakt zum gewünschten Kurs in den Markt einzusteigen.