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Forex-Strategie I
Forex-Strategie I: Trendfolger
Trendfolgestrategien gehören zu den am weitesten verbreiteten systematischen Handelsansätzen. Das Ziel der auch für Anfänger im Forex-Trading leicht umsetzbaren Strategie ist es, an den Märkten vorherrschende Trends zu identifizieren und an ihnen zu partizipieren. Der Grundgedanke einer Trendfolgestrategie ist die in der Technischen Analyse manifestierte Annahme, dass ein Trend sich grundsätzlich mit einer höheren Wahrscheinlichkeit fortsetzt, als dass er endet. Trendfolgestrategien können über ganz unterschiedliche Zeithorizonte angewendet werden. Trends im Forex-Markt können sich über einen Zeitraum von nur wenigen Minuten (untergeordnete Trends) bis hin zu vielen Monaten (übergeordnete Trends) erstrecken. Daytrader können durch „Trend Following“ am Forex-Markt folglich genauso Geld verdienen wie Positionstrader, die vergleichsweise lange in ihren Positionen engagiert sind. Je nach Ansatz werden bei Trendfolgesystemen unterschiedliche quantitative Indikatoren und Filter eingesetzt. Wer ein bereits existierendes System nutzen will, sollte sich dessen Ergebnisse in der Vergangenheit genau ansehen: Gute Handelssysteme, die auf trendfolgenden Ansätzen basieren, erwirtschaften im Forex-Markt Gewinne durch eine Vielzahl profitabler Trades. Da im Währungshandel große Finanzhebel zum Einsatz kommen und nicht wie erwartet laufende Positionen schnell geschlossen werden müssen, ist ein sehr genaues Feintuning erforderlich. Marktbewegungen gegen den Trend können nur in geringem Umfang verkraftet werden.
Ein häufig verwendeter Ansatz basiert auf zwei exponentiell gewichteten Durchschnitten. Einer dieser im englischen Sprachgebrauch auch als „Exponential Weighted Moving Average“ bezeichneten Durchschnitte basiert auf den Kursdaten eines längeren Zeitraums (z.B. 10 Tage), der andere bezieht sich auf die Kurse eines deutlich kürzeren Zeitraums (z.B. 10 Stunden). Ein Kaufsignal entsteht dann, wenn der kürzere Durchschnitt den längeren von unten nach oben kreuzt. Eine solche Situation verdeutlicht nichts anderes, als dass der Markt eine im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit höhere Aufwärtsdynamik aufweist – Seitwärtsphasen erzeugen das Durchkreuzen also nicht. Ein Verkaufssignal entsteht analog, wenn der kürzere Durchschnitt den längeren von oben nach unten durchkreuzt. Dies ist trivialerweise dann der Fall, wenn der Markt eine deutliche Schwäche zeigt. Die beiden Durchschnitte allein reichen somit schon aus, um ein vollständiges System zur Generierung von Einstiegssignalen zu erstellen. Es existieren zahlreiche andere Ansätze, die mitunter auch deutlich komplizierter sind und das Momentum nach der Eröffnung einer Position oder andere Indikatoren berücksichtigen.