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Bewegung am Markt
Viel Bewegung am Markt
Die Währungsmärkte erfahren derzeit viel Bewegung und bieten Anlegern durch kräftige Marktimpulse vielfältige Chancen. Insbesondere geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken rund um den Globus sorgten in jüngerer Vergangenheit für Bewegung. Als die US-Notenbank Federal Reserve in der vergangenen Woche ankündigte, quantitative Lockerungen vorzunehmen und dem Markt eine zusätzliche Billion Dollar zuzuführen, gab der Euro binnen weniger als zwei Tagen mehr als fünf Prozent gegenüber dem Euro nach. Auch gegenüber anderen Währungen schwächte sich der „Greenback“ deutlich ab. Quantitative Lockerungen finden derzeit nicht nur in den USA statt. Auch die Schweizer Nationalbank SNB hatte vor Kurzem angekündigt, die Politik des „quantitative easing“ in Angriff zu nehmen.
Als Begründung führten die eidgenössischen Notenbanker die Sorge vor deflationären Tendenzen in der Alpenrepublik sowie den Versuch, die eigene Währung kompetitiv abzuwerten und auf diesem Wege die Ausfuhren zu stärken an. In Japan kündigte die Zentralbank bereits den Kauf von Aktien an – eine bislang einmalige Vorgehensweise. Grund für die Maßnahmen zur quantitativen Lockerung ist der nur noch geringe Spielraum, den die Zinsschraube den Notenbanken noch lässt. In Japan und den USA liegen die Leitzinsen bereits nahe Null – weniger geht nicht. Um deflationären Entwicklungen entgegenzutreten, wird deshalb die Geldmenge ausgeweitet. Dies wiederum schürt unter Anlegern die Angst vor einer Inflation, die einsetzen könnte, wenn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten überwunden sind die gigantischen Geldsummen, die nun gedruckt werden, in Bewegung kommen.
Aktionen von Notenbanken gehören zu den wichtigsten Geschehnissen am Forex-Markt, da die Zentralbanken die Marktteilnehmer mit dem größten Einfluss auf die Kurse sind. Die künftige geldpolitische Ausrichtung einer Notenbank – also die Höhe der Leitzinsen und Aktionen, die den Rentenmarkt betreffen, wie etwa der Aufkauf langfristiger Staatsanleihen sind deshalb von großer Bedeutung. Im zeitlichen Umfeld entscheidender Notenbanksitzungen verläuft der Handel oft ziemlich ruhig, weil der Markt gespannt auf Neuigkeiten wartet. Werden diese dann publik, kommt es nicht selten zu starken Kursbewegungen –wie in der vergangenen Woche auch. Trader können versuchen, auf die Richtung zu spekulieren, die der Markt nach einer Zentralbank-Entscheidung einschlägt. Liegen sie richtig, lässt sich häufig ein erklecklicher Gewinn einfahren.